Inspirationen suchen, Leute gucken
Waiblinger Kreiszeitung, 15. September 2008
Waiblingen. Farbige Luftballons wippen an Autos befestigt im
Wind. Sie tun das nicht einfach so. Sie sind bedruckt mit dem Logo einer
Automarke oder eines Autohauses und locken die Menschen an - genauso
wie es die vielen anderen Extras für Auge, Ohr und Magen tun. Beim
Eisental-Tag war wieder bewährt viel los.
"Grauer" Büroalltag ade: Wenn Eisental-Tag ist, legen die Firmen Farbe an, es wehen bunte Fahnen an den Zweckbaufassaden, und auf dem Fußgängerweg stehen einladende Schilder: "Paniertes Schnitzel", "Bäder-Ausstellung" oder "Jetzt zugreifen". Kinder mit Blüten und bunten Fischen im Gesicht, die offensichtlich schon den Kinderschminktisch besucht haben, kreuzen den Weg. Auf dem Parkplatz eines Autohauses fahren knatternde Cart-Piloten im Gummireifen-Parcours die Kurven aus. Ein Hingucker sind die Vater-Sohn-Gespanne beim Baggerführerschein. Papa lenkt und bedient die Schaufel, der Sohnemann sitzt auf dem Schoß und darf zuschauen, wie der Baggerzahn den Eimer greift und ihn behutsam im eingezeichneten Kreis absetzt. "Ich seh' schon, der hat Talent", bewertet ganz fachmännisch ein kleiner Junge im Zuschauerrund die Bagger-Künste.
Gezielt schauen, Entdeckungen machen
Das Angebot beim Eisental-Tag finden sie gut, meint ein Ehepaar aus Waiblingen. "Kleine Läden anschauen, nach Inspirationen suchen, spazieren laufen, Leute gucken" - das führe sie her. Ihre Erfahrung: "Wenn man gezielt schaut, kann man Entdeckungen machen." Einkäufe erledige sie während der Woche, berichtet eine Stammbesucherin. Vom Einkaufen an Sonntagen hält sie nichts. "Das Gedränge ist zu groß, während man wochentags eine Verkäuferin für sich allein hat", sagt die Frau, die in einer ansässigen Firma beschäftigt ist und das Gelände an gewöhnlichen Tagen kennt, ohne Bratwurststand, ohne bunte Luftballons und Musikbeschallung. "Es könnte noch mehr geboten werden", sagt sie. Die Hälfte der Firmen, so ihre Schätzung, machen beim Eisental-Tag nicht mit.
Dennoch ist es ein gewachsener Treffpunkt, der sich trotz grauer Wolken und herbstlich frischen Temperaturen erneut als Publikumsmagnet erweist. Eine Besucherin aus der Kernstadt erzählt, sie komme "immer ohne festes Ziel", müsse sich aber nicht groß verabreden, um Bekannte zu treffen. "Es ist das letzte größere Fest im Freien, da geht man einfach hin." Sonntags einkaufen hält auch sie für verzichtbar. "Ich denke vor allem an die Leute im Verkauf", sagt die ehemalige Verkäuferin. Familie Bruckner aus Waiblingen hat sich das Gewerbegebiet als Sonntagsausflugsziel auserkoren. Für den vierjährigen Jonas war das "absolute Highlight", dass er den Baggerführerschein machen konnte, erzählt die Mutter und fügt hinzu: "Der ist für den Bagger im Kleinformat, den er schon zu Hause hat."
Da kann die Küche kalt bleiben
Und ein Ehepaar aus Neustadt hat Lust auf einen "kochfaulen" Sonntag: "Unsere Küche bleibt kalt, wir sind in erster Linie zum Essen hergekommen." Erst danach gehe es "zum Rumschauen, was es so gibt".
"Grauer" Büroalltag ade: Wenn Eisental-Tag ist, legen die Firmen Farbe an, es wehen bunte Fahnen an den Zweckbaufassaden, und auf dem Fußgängerweg stehen einladende Schilder: "Paniertes Schnitzel", "Bäder-Ausstellung" oder "Jetzt zugreifen". Kinder mit Blüten und bunten Fischen im Gesicht, die offensichtlich schon den Kinderschminktisch besucht haben, kreuzen den Weg. Auf dem Parkplatz eines Autohauses fahren knatternde Cart-Piloten im Gummireifen-Parcours die Kurven aus. Ein Hingucker sind die Vater-Sohn-Gespanne beim Baggerführerschein. Papa lenkt und bedient die Schaufel, der Sohnemann sitzt auf dem Schoß und darf zuschauen, wie der Baggerzahn den Eimer greift und ihn behutsam im eingezeichneten Kreis absetzt. "Ich seh' schon, der hat Talent", bewertet ganz fachmännisch ein kleiner Junge im Zuschauerrund die Bagger-Künste.
Gezielt schauen, Entdeckungen machen
Das Angebot beim Eisental-Tag finden sie gut, meint ein Ehepaar aus Waiblingen. "Kleine Läden anschauen, nach Inspirationen suchen, spazieren laufen, Leute gucken" - das führe sie her. Ihre Erfahrung: "Wenn man gezielt schaut, kann man Entdeckungen machen." Einkäufe erledige sie während der Woche, berichtet eine Stammbesucherin. Vom Einkaufen an Sonntagen hält sie nichts. "Das Gedränge ist zu groß, während man wochentags eine Verkäuferin für sich allein hat", sagt die Frau, die in einer ansässigen Firma beschäftigt ist und das Gelände an gewöhnlichen Tagen kennt, ohne Bratwurststand, ohne bunte Luftballons und Musikbeschallung. "Es könnte noch mehr geboten werden", sagt sie. Die Hälfte der Firmen, so ihre Schätzung, machen beim Eisental-Tag nicht mit.
Dennoch ist es ein gewachsener Treffpunkt, der sich trotz grauer Wolken und herbstlich frischen Temperaturen erneut als Publikumsmagnet erweist. Eine Besucherin aus der Kernstadt erzählt, sie komme "immer ohne festes Ziel", müsse sich aber nicht groß verabreden, um Bekannte zu treffen. "Es ist das letzte größere Fest im Freien, da geht man einfach hin." Sonntags einkaufen hält auch sie für verzichtbar. "Ich denke vor allem an die Leute im Verkauf", sagt die ehemalige Verkäuferin. Familie Bruckner aus Waiblingen hat sich das Gewerbegebiet als Sonntagsausflugsziel auserkoren. Für den vierjährigen Jonas war das "absolute Highlight", dass er den Baggerführerschein machen konnte, erzählt die Mutter und fügt hinzu: "Der ist für den Bagger im Kleinformat, den er schon zu Hause hat."
Da kann die Küche kalt bleiben
Und ein Ehepaar aus Neustadt hat Lust auf einen "kochfaulen" Sonntag: "Unsere Küche bleibt kalt, wir sind in erster Linie zum Essen hergekommen." Erst danach gehe es "zum Rumschauen, was es so gibt".
